Blaulicht Niedersachsen: Lingen – Was hat sich durch Corona verändert? Polizei führt mit Kooperationspartnern „SchUCo – Umfrage“ an Schulen durch

Führen die Umfrage an den Schulen durch: v.l. Frank Wesendrup (Stadt Lingen), Miriam Bauersachs (Stadt Lingen), Hiltrud Frese (Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim), Stefan Hagemann (Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim), Marion Risse (SkF e.V. Lingen) und Eva Forsting (Beratungsstelle LOGO).

Bild: Führen die Umfrage an den Schulen durch: v.l. Frank Wesendrup (Stadt Lingen), Miriam Bauersachs (Stadt Lingen), Hiltrud Frese (Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim), Stefan Hagemann (Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim), Marion Risse (SkF e.V. Lingen) und Eva Forsting (Beratungsstelle LOGO). (Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim presseportal.de)

Lingen (ddna)

Seit März letzten Jahres hat sich das Leben für viele Menschen durch die Corona – Pandemie stark gewandelt. Besonders der Freizeitbereich sowie der Schul – und Berufsalltag sind davon betroffen. Schulen mussten auf Home – Schooling umsteigen, sodass Kinder über einen längeren Zeitraum zu Hause gewesen sind. Eltern befinden sich zum Teil im Home – Office, in Kurzarbeit oder wenn sie regulär arbeiten müssen, bemühen sie sich um die Betreuung ihrer Kinder. Die Liste der Veränderungen ist enorm. Bei der Polizeiinspektion Emslandfschaft Bentheim, der Beratungsstellederschutzzentrum LOGO des Kinderschutzbundes Lingen e.V., dem Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Lingen und der Stadt Lingen (Ems) gingen in dieser Zeit vermehrt Meldungen ein, bei denen Grundschulleitungen, Kinder und Eltern ihre Probleme schilderten. „Zum Teil berichteten uns Eltern von Überforderung und Hilflosigkeit ihrerseits und Angstzuständen bei ihren Kindern“, so Eva Forsting von der Beratungsstelle LOGO.

Da entsprechende Präventionsveranstaltungen in den letzten Monaten nicht stattfinden durften, führen die Kooperationspartner in den kommenden Wochen eine schulbasierte Umfrage, genannt SchUCo, an den Grundschulen in der Stadt und dem Altkreis Lingen durch. „Dabei möchten wir Kinder der ersten bis zu vierten Klasse sowie ihre Erziehungsberechtigten dazu befragen, wie sie die Corona – Zeit bisher überstanden haben“, berichtet Frank Wesendrup vom Fachdienst Jugendarbeit – Jugendschutz der Stadt Lingen.

Die Vorbereitungen und Konzeptionierungen erfolgten in den letzten Monaten online. Dabei legten Miriam Bauersachs von der Stadt Lingen und Stefan Hagemann vom Präventionsteam der Polizei Lingen die Fragen immer wieder Kindern und Erwachsenen aus ihrem privaten Umfeld vor und konnten so die Inhalte der Umfrage zielgruppenspezifisch optimieren.

Der Fragebogen wird anonym von den Eltern und den Schülern ausgefüllt. Die Beantwortung der Fragen erfolgt online und dauert etwa 15 Minuten. Die Zugangsdaten erhalten die Eltern und Kinder über die teilnehmenden Schulen. „Unter anderem werden Fragen zur Mediennutzung, dem Freizeitverhalten, zu Konfliktsituationen und Wohlbefinden, dem Home-Schooling sowie zu Veränderungen durch die Corona – Pandemie gestellt“, erklärt Hiltrud Frese, Beauftragte für Jugendsachen vom Präventionsteam der Polizeiinspektion Emslandfschaft Bentheim. „Ziel der Befragung ist es, mehr über die Umstände herauszufinden, die sich aufgrund der Corona – Pandemie in Familien ergeben haben. Die gewonnenen Informationen sollen dann als Grundlage für gezielte Präventionsveranstaltungen genutzt werden „, so Marion Risse vom SkF e.V. Lingen. Insgesamt nehmen 75 Prozent der Grundschulen das Angebot der Umfrage an, so dass mehr als 3000 Schüler und Schülerinnen sowie deren Eltern an der Befragung teilnehmen können.

Quelle: Polizeiinspektion Emslandfschaft Bentheim, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Blaulicht Redaktion