Unfall BW: (HDH) Wildunfall führt zu Folgeunfall / Ein 17 -Jähriger stürzte am Mittwoch bei Steinheim als er einem verendeten Dachs auswich.

Polizeiauto

Ulm (ddna)

Gegen Mitternacht fuhr ein 24-Jähriger mit seinem Mercedes von Gerstetten in Richtung B466. Nach einer Linkskurve überquerte ein Dachs die Fahrbahn und kollidierte mit dem Mercedes. Der Dachs blieb verendet auf der Fahrbahn liegen. Da am Unfallort wohl kein Mobilfunkempfang bestand, fuhr der 24-Jährige weiter um den Unfall zu melden. Der Dachs blieb auf der Straße liegen. Nachdem er den Unfall gemeldet hatte, kehrte er zur Unfallstelle zurück. Zwischenzeitlich fuhr ein 17 -Jähriger mit seinem Leichtkraftrad dieselbe Strecke. Als dieser den toten Dachs auf der Fahrbahn liegen saß wich er aus. Dabei verlor er die Kontrolle über seine Yamaha und stürzte. Dabei verletzte er sich schwer. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus.

Hinweis der Polizei: Rechnen Sie bei Dämmerung und Dunkelheit immer mit Wild auf der Straße. Gerade auch auf Straßen, die durch Warnschilder gekennzeichnet sind. Fahrer sollen hier langsam fahren, aufmerksam und bremsbereit sein. Und den Sicherheitsabstand einhalten, falls der Vorausfahrende plötzlich bremsen muss. Sind Wildtiere neben oder auf der Straße, gilt für Fahrer: Abblenden, bremsen, hupen und erforderlichenfalls anhalten. Warnblinklicht einschalten. Denn je größer das Tier, desto gefährlicher wird der Unfall für die Menschen. Kommt es trotzdem zum Unfall, muss die Unfallstelle umgehend abgesichert werden. Also Warnblinklicht einschalten und Warndreieck aufstellen. Verletzte oder getötete Wildtiere dürfen auf keinen Fall angefasst oder mitgenommen werden. Die verletzten Tiere könnten in Panik geraten oder mit Krankheiten infiziert sein. Am besten ist, die Polizei zu verständigen. Die informiert den zuständigen Jagdpächter. Eine Wildunfallbescheinigung erhält der Autofahrer dann bei der Polizei. Damit kann er seinen Schaden am Auto bei der Kaskoversicherung geltend machen.

Quelle: Polizeipräsidium Ulm, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Polizei in BaWü registriert weniger Unfälle

Weniger Unfälle als im ersten Halbjahr 2020 gab es seit Beginn der amtlichen Statistik noch nie – und die Unfallstatistik wurde schon 1953 eingeführt!

Die Anzahl der Verkehrstoten und der auf baden-württembergischen Straßen verletzten Bürgerinnen und Bürger ist auf historischen Tiefständen.“, betonte Innenminister Thomas Strobl, schränkte aber auch ein: „Natürlich ist diese Entwicklung in großen Teilen auf die Corona-Pandemie und das damit verbundene verringerte Verkehrsaufkommen zurückzuführen.

Der Rückgang bei den Unfällen in BaWü ist beeindruckend: im ersten Halbjahr 2019 von 161.817 auf 126.198 im ersten Halbjahr 2020 (minus 22%). Klarer Wermutstropfen: Bei diesen Crashs wurden 14.618 Personen leicht (- 21,1%) und 3.352 Personen schwer verletzt (- 12,9%). 146 Menschen (- 31,8%) starben auf Baden-Württembergs Straßen.

Blaulicht Redaktion