Unfall NRW: Motorradfahrer auf Motorhaube aufgeladen – schwerverletzt

Motorradunfall

Hückeswagen (ddna)

Ein 19- jähriger Hückeswagener hat sich am Samstag (19. Juni 2021) bei einem Unfall auf der K1 in Steffenshagen schwere Verletzungen zugezogen. Der 19-Jährige fuhr gegen Mitternacht mit seinem Motorrad Suzuki vor dem VW Golf eines 21-jährigen Remscheiders auf der K 1 in Richtung Remscheid. Nach eigenen Angaben kennen sich beide. Sie fuhren bereits seit Hückeswagen hintereinander her, Zunächst war der Golffahrer vorne, kurz vor dem Kreisverkehr in Windhagen überholte der Motorradfahrer und er fuhr vorne weg. Kurz vor der Kreuzung Braßhagen beabsichtigte der Golffahrer, den Motorradfahrer erneut zu überholen. In diesem Moment bremste der Motorradfahrer jedoch ab, um nach links in die Straße Braßhagen abzubiegen. Der Golffahrer reagierte zu spät und fuhr auf. Der 19- jährige Motorradfahrer wurde auf das Auto aufgeladen, sein Motorrad einige Meter mitgeschliffen. Der 19-Jährige zog sich dabei schwere Verletzungen zu. An beiden Fahrzeugen entstand hoher Sachschaden. Sie waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Nach ersten Ermittlungen ist davon auszugehen, dass beide Unfallbeteiligte mit überhöhter Geschwindigkeit fuhren. Nach eigenen Angaben seien sie ein „kleines Rennen gefahren“. Die Polizei stellte deshalb beide Führerscheine sicher.

Quelle: Kreispolizeibehörde Oberbergischer Kreis, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Wenn in NRW das Blaulicht flackert – Verkehrsunfälle in Nordrhein-Westfalen

Ein schöner Tiefst-Stand: seit 1953 hat es nie weniger Verkehrstote gegeben als in 2019. Auch wenn 2019 32 Menschen weniger bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen, es waren immer noch 458 Todesopfer.

Auch wenn die Entwicklung gut ist, mahnt Innenminister Herbert Reul: „Immer noch sind viele schlimme Unfälle auf unseren Straßen leicht vermeidbar“. Deswegen sei das Ziel seiner Politik, die Zahl der Verkehrstoten in NRW bis 2050 fast auf Null zu senken.

Vermeidbare Unfälle mit Todesopfern – dazu zählte die Polizei in 2019 in 97 Fällen zu schnelles Fahren, bei 39 Menschen wurde Alkohol- oder anderer Drogenmissbrauch festgestellt, 31 Getötete waren nicht angeschnallt und in einem Fall hatte das Opfer beim Fahren mit dem Handy telefoniert. Die Zahl ist fast unglaublich: 1.800 Unfälle pro Tag gab es 2019 in NRW, 679.000 insgesamt.

Verkehrsunfall mit Kind“ ist die schlimmste Alarmierung auch für hartgesottene Rettungskräfte: in 5 Fällen kam 2019 jede Hilfe zu spät.