Billionäre verlangen von Banken härtere Maßnahmen gegen Klimawandel

(ddna). Ein Zusammenschluß von Investoren, die zusammen ein Vermögen von 4,2 Billionen Dollar verwalten, haben die größten Banken der Welt aufgefordert, aggressivere Maßnahmen gegen den Klimawandel und den Rückgang der Artenvielfalt zu ergreifen.

Aviva Investors, Fidelity International und M&G Investments gehörten zu den 115 Investoren, die 63 Banken, darunter JPMorgan und auch die Deutsche Bank aufgefordert haben über das hinausgehen, wozu sie sich bereits verpflichtet haben: Unter anderem zum vollständigen Ausstieg aus der Kohle-Energie bis spätestens 2040. Die Investoren forderten außerdem, dass die Banken vor ihren jährlichen Aktionärsversammlungen im nächsten Jahr kurzfristige Klimaziele veröffentlichen und ihre Auswirkungen und Abhängigkeiten von der Artenvielfalt identifizieren und offenlegen.

Die Fondsmanager sagten, dass Banken eine Schlüsselrolle bei der Ermöglichung des kohlenstoffarmen Übergangs spielen und dazu beitragen können, die schlimmsten Folgen des Klimawandels und des Verlusts der biologischen Vielfalt abzuwenden. Es läge auch in ihrem eigenen Interesse, sich für eine möglicst schnelle Begrenzung der globalen Erwärmung einzusetzen.  „Die Botschaft der Investoren ist klar: Ferne Netto-Null-Ziele und warme Worte über die Bedeutung der Biodiversität reichen nicht aus“, sagte Jeanne Martin, Senior Campaign Manager bei ShareAction, einer britischen Non-Profit-Organisation, die die Briefe koordinierte. „Die Investoren wollen jetzt konkrete Maßnahmen, und die Banken, die nicht reagieren, können mit ernsthaften Herausforderungen bei ihren nächsten Hauptversammlungen rechnen.“

Die Investorengruppe fordert die Banken auf, ihre Strategien im Vorfeld der im Oktober bzw. November stattfindenden Konferenzen der Vereinten Nationen zu Biodiversität und Klimawandel zu stärken.