Kühl-Möbel in Supermärkten: Bei der Kältetechnik noch viel Luft nach oben

Kunden wollen gekühlte Ware – Supermärkte niedrige Energie-Kosten


(Berlin). „Die größten Verbraucher und damit Stromkostentreiber im Lebensmittel-Handel sind weiterhin Kälte-Technik und Beleuchtung“ – zu diesem Ergebnis kommen die Expertinnen und Experten des Retail-Portals EHI. „Besonders in den unsanierten Bestandsfilialen des Food-Handels steckt noch ein erhebliches Effizienzpotenzial, das gehoben werden kann“, fasst EHI-Energieexperte Benjamin Chini ein Ergebnis der Studie „Energiemanagement im Handel 2020“ zusammen, die zum vergangenem Jahreswechsel veröffentlicht worden war. Rund 30.000 Lebensmittelgeschäfte, so aktuelle Schätzungen, gibt es in Deutschland noch – wie viele davon saniert, teilweise saniert oder noch gar nicht auf den neuesten Stand gebracht worden sind ist offen.


Kühl-Möbel-Spezialist aus Berlin: Kälte Berlin

Bei den Sanierungen und Modernisierungen ihrer Kühlanlagen setzen viele Supermärkte, aber auch die Gastronomie und medizinische Einrichtungen, auf einen Berliner Spezialbetrieb: Das Unternehmen mit dem passenden Name „Kälte Berlin“ bedient nur Gewerbekunden – bis hin zum Apotheker, der einen gekühlten Medikamenten-Schrank braucht. Oder den Eisladen, der für seine gefrorenen Köstlichkeiten eine sichere Schutzzone braucht, mit genau der richtigen Temperatur. 60 Gewerbekunden bewerteten „Kälte Berlin“ in den vergangenen 12 Monaten und 88 Prozent von ihnen vergaben die Höchstnote „5 Sterne“. Dabei spielt die Beratung in den Bewertungen ein große Rolle, ein Beispiel: „Ich brauchte für meinen Getränkekühlschrank zwei Ersatzteile. Per Mail würde ich, als Laie, vom Chef persönlich Schritt für Schritt dahin geführt, dass ich für mein Modell die passenden Teile fand. Bestellvorgang einfach, Lieferung gleich am nächsten Tag. Ich kann nur sagen, SUPER – MACHT WEITER SO!“.  Ein großer Vorteil: Der Gründer von Kälte Berlin, Christian Berg, ist selbst gelernter Energieanlagen-Elektroniker und legt Wert darauf, dass sein Team jedes verkaufte Produkt auch selbst reparieren kann.


Ohne hochmoderne Kälte-Technik hohe Energiekosten

 Die Branchen-Zahlen sprechen eindeutig für eine moderne Kälte-Technik, denn der durchschnittliche Stromverbrauch unsanierter Filialen liegt 19 Prozent über dem Gesamtdurchschnitt der Branche. Bis zur Hälfte der Energiekosten gehen in deutschen Supermärkten für das Kühlhalten und Kühllagern von Lebensmittel drauf. Allerdings sah es vor einigen Jahren noch dramatischer aus: 3 Prozent aller deutschen Energie-Leistungen wurden dafür eingesetzt, den Kunden frisch gehaltene Ware präsentieren zu können, dies entsprach dem gesamten Energiebedarf der Deutschen Bahn. In der Studie „Energiemanagement im Handel 2020“ steht deswegen bei „Bemühungen um Senkung der Energiekosten“ auch die Kältetechnik an erster Stelle auf der Problemliste aller befragten Filialen. Beleuchtung und Kassen-Systeme als Energie- und damit Profit-Schmälerer kommen weit dahinter.


Bei Modernisierung wird auch meist auf natürliche Kühl-Mittel umgestellt

Immer mehr Händler des Einzelhandels verwenden natürliche Kältemittel mit geringem Treibhauspotenzial. So setzen beinahe alle in der EHI-Studie befragten Lebensmittelhändler in Neubauten bereits moderne Kälteanlagen auf Basis natürlicher Kältemittel ein. Für über 90 Prozent von ihnen ist dabei CO2 das Kältemittel der Wahl, andere nutzen beispielsweise Propan. Die Kälteanlagen in Bestandsfilialen werden ebenfalls schrittweise ausgetauscht. Auf natürliche Kältemittel wie zum Beispiel R600A setzen auch viele Kühlanlagen von „Kälte Berlin“. Damit die Energie-Kosten umweltverträglich sinken.