Unfall NRW: 73-Jährige stürzt nach Notbremsung im Linienbus – Augenzeugen gesucht

Polizeiauto auf der Straße

Essen (ddna)

45479 Mülheim: An der Straße Kassenberg kam es gestern Vormittag (9. September 2021) zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine 73-jährige Bochumerin ernsthaft verletzt wurde. Der Fahrer eines Linienbusses (41) hatte eine Notbremsung einleiten müssen, dabei war die Seniorin gestürzt.

Der Linienbus befuhr den Kassenberg in Fahrtrichtung Mülheim – Saarn. Kurz vor der Haltestelle Kassenberg wollte der Busfahrer ein Bergungsfahrzeug umfahren und wich dafür in den Gegenverkehr aus. Um eine Kollision mit einem entgegenkommenden Kia Picanto zu verhindern, führte der Busfahrer eine Notbremsung durch. Es kam nicht zu einem Zusammenstoß, dennoch stürzte bei der Bremsung eine 73-jährige Insassin des Busses zu Boden. Sie wurde erheblich verletzt im ein Krankenhaus gebracht.

Der 24-jährige Fahrer des Picanto konnte ausweichen und blieb unverletzt.

Das Verkehrskommissariat 3 in Mülheim hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. Unfallzeugen werden gebeten, sich unter 0201-0 bei der Polizei Essen zu melden.

Quelle: Polizei Essen, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Wenn in NRW das Blaulicht flackert – Verkehrsunfälle in Nordrhein-Westfalen

Eine erfreuliche News: 2019 starben die wenigsten Menschen auf unseren Straßen, seitdem schwere Verkehrsunfälle dokumentiert werden (seit 1953). Im Vergleich zu 2018 wurden im vergangenen Jahr 32 Menschen weniger getötet, insgesamt 458.

Aber immer noch sind viele schlimme Unfälle auf unseren Straßen leicht vermeidbar. Das ist kein Pech oder Schicksal, sondern oft Gedankenlosigkeit und Leichtsinn“ so Innenminister Herbert Reul. Das Ziel sei es, dass im Jahr 2050 nur noch im schlimmen Ausnahmefall ein Mensch durch einen Autounfall getötet wird.

Zu den vermeidbaren Unfallursachen zählte die Polizei in 2019 in 97 Mal zu schnelles Fahren, 31 Menschen waren nicht angeschnallt als sie starben, 39 Menschen kamen ums Leben, weil Drogen oder Alkohol im Spiel waren und einer starb, weil er am Steuer das Handy benutzte. 1.800 pro Tag krachte es in Nordrhein-Westfalen 2019 – insgesamt nahm die Polizei 679.000 Unfälle auf.

Verkehrsunfall mit Kind“ ist die schlimmste Alarmierung auch für hartgesottene Rettungskräfte: in 5 Fällen kam 2019 jede Hilfe zu spät.