Blaulicht BW: Ohne Fahrschein aber mit falschem Ausweis – Ehepaar durch die Bundespolizei angezeigt

Polizeiauto auf der Straße

Freiburg im Breisgau (ddna)

Wer in der Bahn ohne gültigen Fahrschein auffällt, muss in der Regel ein erhöhtes Beförderungsentgelt bezahlen. Wer dann noch dem Zugbegleitpersonal einen gefälschten Ausweis vorlegt, muss mit einem Strafverfahren rechnen. Einem Ehepaar wurde dies nun zum Verhängnis, die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein.

Am frühen Samstagmorgen (11. September 2021) wurde das Ehepaar durch einen Zugbegleiter auf der Fahrt von Basel nach Freiburg im Breisgau kontrolliert. Da die beiden keinen Fahrschein vorweisen konnten, mussten sie ihre Personalien angeben. Dazu legten sie gefälschte portugiesische Identitätskarten vor. Da durch den Zugbegleiter nicht alle erforderlichen Daten erhoben werden konnten, wurde am Freiburger Hauptbahnhof die Bundespolizei hinzugerufen. Bei der polizeilichen Überprüfung wurde festgestellt, dass es sich bei den vorgelegten Identitätskarten um Fälschungen handelte. Der 45-jährige Mann sowie seine 38-jährige Ehefrau, die beide türkische Staatsangehörige sind, konnten jedoch auch ihre originalen türkischen Identitätskarten vorweisen. Das Ehepaar wurde zum Bundespolizeirevier Freiburg verbracht. Beide suchten im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen um Asyl nach. Nach Einleitung eines Strafverfahrens, nicht nur wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und der unerlaubten Einreise, sondern auch wegen Erschleichen von Leistungen, wurden beide an die zuständige Aufnahmeeinrichtung weitergeleitet. Die gefälschten Dokumente wurden sichergestellt.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Blaulicht Redaktion