Polizei NRW: Motorradfahrer entzieht sich Polizeikontrolle und stürzt auf der Flucht

Polizeiband

Siegburg (ddna)

Am Dienstagmorgen (14. September 2021) gegen kurz nach 7 Uhr wurde die Polizei zum Siegburger Stallberg gerufen, weil eine Frau Streit mit ihrem Ex – Lebenspartner hatte. Nach ihren Angaben beabsichtigte der Ex, mit einem Schraubendreher die Reifen des Autos, in dem sie gerade mit ihrem Kind saß, zu zerstechen. Beim Eintreffen des Streifenwagens hatte sich der Verdächtige, ein 31-jähriger Mann aus Rheinbach, mit einem Motorrad mit Euskirchener Kennzeichen entfernt.

Im Rahmen der Fahndung nach dem mutmaßlichen Tatverdächtigen sah eine Siegburger Streife ein Motorrad mit Euskirchener Kennzeichen an der Kreuzung Zeithstraßedesstraße 56 (B56) vor einer roten Ampel in einer Fahrzeugschlange warten. Als sich der Streifenwagen näherte, fuhr das Motorrad, ein Suzuki, zwischen den wartenden Fahrzeugen bis zur Haltelinie vor. Als der Streifenwagen ebenfalls an der Warteschlange vorbeifuhr, gab der Verdächtige Gas, überfuhr die rote Ampel und bog mit hoher Geschwindigkeit nach links auf die B56 in Fahrtrichtung Sankt Augustin ab.

Die Siegburger Streife bog ebenfalls mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn auf die B56 ab und konnte noch sehen, wie der flüchtige 31-Jährige vorausfahrende Fahrzeuge sowohl links, als auch rechts auf dem Seitenstreifen überholte. Bei einem gewagten Überholvorgang kam er dann auf den unbefestigten Grünstreifen links neben der Fahrbahn und verlor die Kontrolle über die Suzuki. Er stürzte, rutschte über den Seitenstreifen und verletzte sich schwer. Die kurz darauf an der Unfallstelle eintreffende Polizeistreife übernahm die Erstversorgung des Verletzten, der ins Krankenhaus Siegburg gebracht wurde.

Zum jetzigen Stand der Ermittlungen ist davon auszugehen, dass der Rheinbacher nicht im Besitz eines gültigen Führerscheins ist und dass sein benutztes Motorrad nicht zugelassen war. Da sich Anhaltspunkte für einen möglichen Drogen – und Alkoholkonsum ergeben hatten, wurden ihm im Krankenhaus entsprechende Blutproben entnommen.

Die Spurenlage auf der B56 wurde von der Unfallaufnahmegruppe der Polizei Rhein – Sieg gesichert. Dazu musste die B56 zwischen Siegburgthstraße und Sieburggasse komplett gesperrt werden. Die Sperrung wurde gegen Vormittag aufgehoben.

Die Ermittlungen gegen den 31-jährigen Rheinbacher wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung durch rücksichtloses Fahren unter dem Einfluss berauschender Mittel, ohne Führerschein, auf einem nicht zugelassenen Motorrad dauern an. Zudem besteht der Verdacht, dass das angebrachte Kfz – Kennzeichen von ihm gefälscht worden war. Auch hier laufen Ermittlungen wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und dem Kennzeichenmissbrauch.

Quelle: Kreispolizeibehörde Rhein – Sieg – Kreis, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)