Polizei NRW: Unfallfluchten mit Sachschaden

Polizeiauto auf der Straße

Recklinghausen (ddna)

Ein 38-jähriger Rollerfahrer aus Gladbeck fuhr am Montag, am Nachmittag, auf der Essener Straße in Richtung Friedrich – Ebert – Straße. Zur gleichen Zeit fuhr ein unbekannter Autofahrer auf dem Südring und bog dann nach links auf die Essener Straße ab. Dabei berührte der PKW den Roller. Es entstand ein leichter Sachschaden an der Verkleidung des Zweirads. Der Gladbecker versuchte noch den Unbekannten anzuhalten, dieser entfernte sich jedoch zügig vom Unfallort. Bei dem Wagen handelte es sich entweder um einen silbernen VW Passat (älteres Modell) oder einen VW Bora. Der Fahrer soll den Gladbecker noch beschimpft haben, bevor er seine Fahrt fortsetzte. Er habe auffällige Tattoos an der Hand.

An der Ecke Lohstraße/ Hermann – Ehlers – Straße beschädigte ein 60-jähriger Autofahrer aus Datteln ein geparktes Auto – vermutlich einen weißen VW Golf – beim Ausparken. Das Fahrzeug müsste eine Beschädigung an der linken Fahrzeugseite, etwa in Höhe der Fahrertür, aufweisen. Anschließend entfernte sich der Fahrer unerlaubt vom Unfallort. Im Nachgang suchte er jedoch eine Polizeidienststelle auf, um die Unfallflucht anzuzeigen. Der Vorfall ereignete sich am Montag, gegen Abend.

Hinweise nimmt die Polizei unter der 0800 2361 111 entgegen.

Quelle: Polizeipräsidium Recklinghausen, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Immer mehr Unfallfahrer verschwinden vom Unfallort

Eine gute Nachricht ist ohne Zweifel, dass es in unserem Bundesland immer weniger Verkehrsunfälle gibt. Ein Wermutstropfen: in Nordrhein-Westfalen flüchten Fahrer immer häufiger von der Unfallstelle. 2015 waren es schon 139.000 Unfallbeteiligte, die einfach verschwanden, 2019 dann mehr als 143 Tausend, also noch einmal fast 5.000 Flüchtige mehr!

NRW-Innenminister Herbert Reul zu dieser Entwicklung: „Die steigende Zahl von Unfallfluchten ist ein echtes Problem. Da geht es nicht nur um Sachschäden in Millionenhöhe, da werden Menschen verletzt und sogar getötet“.

Präzise 40,9% der Fälle konnten von den Ermitteln aufgeklärt werden. Werden Menschen von einem Unfallflüchtigen getötet lässt die Polizei nicht locker. So konnten 2019 in 8 von 10 Fällen der Todesfahrer überführt werden. Wurden Menschen schwer verletzt einfach am Unfallort einfach zurückgelassen gelang es in der Hälfte der Fälle, den oder die Schuldige zu finden.

Übrigens, der Gesetzgeber spricht weder von Fahrerflucht noch von Unfallflucht. Juristisch korrekt heißt es nach §142 des Strafgesetzbuches (StGB): „Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort“.

Blaulicht Redaktion
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