Polizei NRW: Unfallflüchtiger und Augenzeugen gesucht

Polizeiband

Hattingen (ddna)

Ein 43-jähriger Hattinger fuhr am Dienstag, am Morgen, auf der Schulstraße in Richtung Talstraße. Im Einmündungsbereich Schulstraße Talstraße beabsichtigte er seine Fahrt geradeaus in Richtung Oststraße fortzusetzen. Zum gleichen Zeitpunkt missachtete ein bisher unbekanntes Fahrzeug die Vorfahrt und bog trotz Wartepflicht aus der Talstraße nach links in die Schulstraße ab. Im Einmündungsbereich kam es zum Zusammenprall. Doch ohne sich um das Unfall weiter zu kümmern, setzte der Fahrer des Fahrzeuges seine Fahrt in Richtung Friedrichstraße fort. Bei dem flüchtigen PKW handelt es sich um einen schwarzen BMW mit männlichem Fahrer. Der Fahrer kann als 30-40 Jahre alt beschrieben werden. Am Unfallort konnten Fahrzeugteile des geflüchteten Fahrzeuges gefunden werden, die Rückschlüsse zu lassen, dass es sich um einen BMW 5 E39 handelt. Es ist davon auszugehen, dass der Wagen einen erheblichen Frontschaden aufweist, da sowohl Glas des Scheinwerfers als auch Kunststoffteile der Stoßstange gefunden werden konnten. Die Polizei sucht nun Zeugen, die Hinweise zu dem flüchtigen Fahrer oder dessen Fahrzeug geben können.

Quelle: Kreispolizeibehörde Ennepe – Ruhr – Kreis, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Selbst bei Schwerverletzten: immer häufiger Unfallflucht

Die Zahl der Verkehrsunfälle in unserem Bundesland ist erfreulicherweise zurückgegangen. Ein Wermutstropfen: in Nordrhein-Westfalen flüchten Fahrer immer häufiger von der Unfallstelle. 2015 waren es schon 139.000 Unfallbeteiligte, die einfach verschwanden, 2019 dann mehr als 143 Tausend, also noch einmal fast 5.000 Flüchtige mehr!

Die steigende Zahl von Unfallfluchten ist ein echtes Problem. Da geht es nicht nur um Sachschäden in Millionenhöhe, da werden Menschen verletzt und sogar getötet“, warnt Innenminister Herbert Reul.

Immerhin, die Aufklärungsquote lag 2019 bei 40,9 %. Werden Menschen von einem Unfallflüchtigen getötet lässt die Polizei nicht locker. So konnten 2019 in 8 von 10 Fällen der Todesfahrer überführt werden. Wurden Menschen schwer verletzt einfach am Unfallort einfach zurückgelassen gelang es in der Hälfte der Fälle, den oder die Schuldige zu finden.

Übrigens, der Gesetzgeber spricht weder von Fahrerflucht noch von Unfallflucht. Juristisch korrekt heißt es nach §142 des Strafgesetzbuches (StGB): „Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort“.

Blaulicht Redaktion