Österreichs Sebastian Kurz: Beratung durch deutsche SPD-Promis

Der aktuell nicht amtierende österreichische Kanzler Sebastian Kurz sucht väterlichen Rat.


(dabd) Der derzeit nicht im Amt befindliche österreichische Kanzler Sebastian Kurz (35) hat zwei prominente Berater engagiert, die ihn bei der Rückkehr an den Wiener Ballhausplatz, den Kanzlersitz,  unterstützen sollen: Den ebenfalls ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (77 Jahre, SPD) und den ehemaligen Berliner Bürgermeister Michael Meier (56 Jahre, SPD). Bei einem Auftritt im Münchner Hofbräuhaus erläuterte Kurz, wie er sich zurück an die Macht kämpfen will und welche Rolle dabei seine Berater spielen. „In Berlin wurde grandios gezeigt, wie man mit verschlamperten Wahlen erreichen kann, dass anschließend jedes Wahlergebnis anfechtbar ist. Dass kann ungemein helfen wenn die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger aus Versehen die falsche Partei gewählt hat“, so Kurz. Weil es im digitalen Zeitalter gar nicht mehr so einfach sei eine Wahl angreifbar zu gestalten hoffe er hier auf Ideen des ehemaligen Berliner Bürgermeisters: „Wenn man durch Unterlassung soviel erreichen kann ist das natürlich grandios“.


Kurz – Schröder – Putin: Das neue Dreieck der Macht?

Die Entscheidung für Gerhard Schröder als Berater sei vor allem aufgrund dessen Beharrlichkeit im Jahr 2005 zurückzuführen, als der Sozialdemokrat  in der ARD-Elefantenrunde darauf bestand, die Wahl gewonnen zu haben. Die er gerade gegen Angela Merkel verloren hatte, was für Schröder nur ein „intellektuelles Problem“ war auf dem Weg zur Wieder-Kanzlerschaft: Ich führe Gespräche, und ich sage Ihnen heute voraus, die werden erfolgreich sein. Sebastian Kurz betonte, dass er selbst dieses Selbstbewusstsein noch nicht habe, aber es gerne erreichen würde. Ein weiterer wichtiger Grund sei die enge Männerfreundschaft Schröders mit Wladimir Putin. Der russische Staatschef auf Lebenszeit ist laut Sozi Schröder ein lupenreiner Demokrat und großes Vorbild.

Putin sei, so Kurz,  der einzige Präsident gewesen, der Gerhard Schröder zu seiner Wiederwahl 2005 gratuliert habe, die nur am Wahlergebnis scheiterte. Dies sei für ihn bis heute tief bewegend: Als neunjähriger Bub habe ich so erlebt, was wirkliche Freundschaft ist. An dieser Stelle zitierte der Österreicher Friedrich Schillers Bürgschaft: „So nehmet auch mich zum Genossen an, Ich sei, gewährt mir die Bitte, In eurem Bunde der Dritte.“


Kurz will Umgang mit der Presse von Schröder-Buddy Putin lernen

Zu lernen hoffe Sebastian Kurz in dem 3er-Bündnis auch, wie ein konsequenter Umgang mit der Presse gestaltet werden kann. Da die jährlichen 230 Millionen Euro Anzeigenschaltungen österreichischer Ministerien an wohlgesonnene Medien „a bissl in Verruf geraten“ seien müsse hier ein neuer Weg gefunden werden. Ein Umgang mit den Medien wie in Rußland könne auch für Österreich „ein robuster, aber guter Weg sein“. Ermittelt wird derzeit gegen den früheren Regierungschef Österreichs und neun weitere Personen aus seinem engsten Umfeld wegen Untreue und Bestechlichkeit und Bestechung in der Inseratenaffäre. Dazu gibt es Ermittlungen wegen falscher Zeugenaussage im Untersuchungs-Ausschuss.

Sebastian Kurz nahm nur knapp zu den Vorwürfen Stellung: Alle seien falsch, aber für ihn selbst sei diese Zeit ein nationales Erweckungserlebnis. Kurz reiste direkt vom Hofbräukeller nach Berlin, um dort mit seinen Beratern den Weg in eine politische Zukunft zu finden „die nur ganz groß sein kann“. Etwas verschämt sagte er vor seiner Abreise, er freue sich ungemein darüber, dass er Gerhard Schröder jetzt „Vati“ nennen dürfe.

 


(dabd ist die Agentur für unwahre bösartige fakenews)