Blaulicht Niedersachsen: POL-GÖ: (428/2021) Beim Einkaufen angerempelt – Unbekannte bestehlen Seniorin in Friedländer Supermarkt, Geldbörse weg

Zwei Polizisten

Göttingen (ddna)

Friedland, Heimkehrerstraße

Montag, 15. November 2021, am Vormittag

FRIEDLAND (jk) – In einem Supermarkt an der Heimkehrerstraße in Friedland (Landkreis Göttingen) ist nach ersten Ermittlungen am Montagmittag (15. November 21) gegen 11:30 Uhr eine Seniorin von Unbekannten bestohlen worden.

Wie die Frau gegenüber der Polizei angab, rempelten sie zwei Männer an, während sie eine Flasche Wein aus einem Regal nahm. Es wird angenommen, dass die Unbekannten der Seniorin die Geldbörse aus ihrer Jackentasche stahlen. An der Kasse stellte die Frau das Verschwinden ihres Portmonees fest. Von den Tätern fehlt jede Spur. Die Schadenshöhe beträgt etwa 250 Euro.

Die Polizei Friedland ermittelt und sucht Zeugen. Wer zur fraglichen Zeit Kundedin in dem Supermarkt war und zwei verdächtige Männer gesehen hat, wird gebeten, sich unter Telefon 05504900 zu melden. Die Gesuchten sollen schlank und größer als 170 cm gewesen sein. Mehr ist zurzeit nicht bekannt.

Die Polizei informiert:

Die Maschen der Taschendiebe

Zumeist gehen Taschendiebe in Teams von mehreren Tätern arbeitsteilig vor. Dabei nutzen sie Tricks oder schlagen nach einem selbst verursachten Gedränge zu. Opfer von Taschendiebstahl werden vor allem Frauen. Das Repertoire der Taschendiebe ist äußerst umfangreich, fast täglich werden neue Tricks bekannt:

Der Blumen – Trick

Sie begrüßen das Opfer freundschaftlich, umarmen es oder stecken ihm eine Blume an. Während das Opfer verdutzt ist, verschwindet die Brieftasche.

Der Falsche – Touristen – Trick

Falsche Touristen fragen ihre Opfer nach dem Weg und halten ihnen einen Stadtplan vor. Während das Opfer versucht zu helfen und die Karte in beide Hände nimmt, stibitzen die falschen Touristen etwas aus der Handtasche.

Der Stauerzeuger – Trick

Sie blockieren die Rolltreppe und lassen das Opfer und andere auflaufen. Während alle nach vorne blicken, bücken sich die Stauerzeuger, und ihre Komplizen greifen von hinten in die Tasche des Opfers.

Der Scheibenklopfer – Trick

Die Scheibenklopfer klopfen von außen an die Scheibe von Zügen oder Bussen. Komplizen im Waggon entwenden dem abgelenkten Opfer seine Wertgegenstände.

Der Rempel – Trick

Sie rempeln ihre Opfer im Gedränge an oder nehmen sie mit Komplizen „in die Zange“. Während das Opfer abgelenkt ist, greifen sie oder ihre Komplizen in die Tasche.

Der Beschmutzer – Trick

Sie bekleckern ihre Opfer „versehentlich“. Beim wortreichen Reinigungsversuch verschwindet das Geld des Opfers aus der Bekleidungstasche.

Der Drängel – Trick

In vollen Bussen oder Bahnen rückt ein Dieb unangenehm dicht an das Opfer heran, das ihm den Rücken zuwendet und so die Tasche „griffbereit“ anbietet.

Der Geldwechsel – Trick

Sie bitten das Opfer, eine Münze zu wechseln. Wenn das Opfer die Geldbörse zieht und das Münzfach öffnet, wird es vom Täter abgelenkt. Während dieser beispielsweise seine Münze in die Börse wirft, nimmt er Banknoten heraus.

Der Supermarkt – Trick

Im Supermarkt fragen Fremde das Opfer nach einer bestimmten Ware. Während es danach sucht, wird die Tasche am Einkaufswagen ausgeräumt.

Der Hochhebe – Trick

In einer Gaststätte behauptet jemand, das Gewicht des Opfers schätzen zu können. Beim Hochheben „zieht“ er oder ein Komplize die Geldbörse.

Der Bettel – Trick

Kinder halten dem Opfer im Lokal ein Blatt Papier vor mit der Bitte um eine Spende. Oder sie tollen auf der Straße um das Opfer herum und betteln es an. Dabei nutzt einer die Ablenkung für den raschen Griff nach der Geldbörse oder in die Handtasche.

Der Taschenträger – Trick

„Taschenträger oder -trägerinnen“ spähen ältere Frauen beim Einkaufen aus und bieten ihnen scheinbar hilfsbereit an, den Einkauf nach Hause zu tragen. Dort eilen sie mit der Tasche die Treppe hinauf, während der ältere Mensch nicht so schnell hinterherkommt. Unterwegs nehmen sie die Geldbörse heraus, stellen die Tasche vor die Tür und kommen dem Opfer grüßend entgegen. Der Verlust wird erst späterbemerk

So schützen Sie sich vor Taschendieben

Taschendiebe lassen sich am typisch suchenden Blick erkennen: Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute. Tragen Sie Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper. Tragen Sie Hand – und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder klemmen Sie sie sich unter den Arm. Benutzen Sie einen Brustbeutel, eine Gürtelinnentasche, einen Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete Geldbörse. Legen Sie Geldbörsen nicht oben in Einkaufstasche, Einkaufskorb oder Einkaufswagen, sondern tragen Sie sie möglichst körpernah. Hängen Sie Handtaschen im Restaurant, im Kaufhaus oder im Laden (selbst bei der Anprobe von Schuhen oder Kleidung) nicht an Stuhllehnen und stellen Sie sie nicht unbeaufsichtigt ab.

Wichtige Tipps enthält das Faltblatt „Schlauer gegen Klauer“, das kostenlos bei jeder Polizeidienststelle ausliegt.

Quelle: Polizeiinspektion Göttingen, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)