Wein aus Deutschland: Baden-Württemberg ist vorne mit dabei

Baden-Württemberg: Großartige Weine aus romantischer Umgebung


Guter Wein kommt aus der Toskana, Bordeaux und Douro. Doch wer bei Weinregionen nur auf die warmen Südländer schaut, der vergisst ganz, dass auch aus Deutschland schöne und hochwertige Weine kommen. Deutschland hat mehrere bekannte Weinregionen, die mehr Aufmerksamkeit verdienen.

Das Weinbaugebiet Württemberg ist dabei ein Top-Kandidat für den besten Weinanbau Deutschlands. Es erstreckt sich über Baden-Württemberg, grenzt an das Weingebiet Baden und ist nicht nur einen Schluck, sondern auch einen Besuch wert. Man weiß um seinen Status als Weinregion und bietet entsprechend Führungen, Verkostungen und spezielle Reisen an.


Weinregionen in Deutschland

 

In Deutschland muss der Norden auf Weinanbau verzichten, die Mitte des Landes hat einige Anbaugebiete und der Süden ist zweifelsfrei der Vorreiter. Die Pfalz, Rheinhessen und Sachsen haben ihre berühmten Gebiete. Doch richtig interessant wird es in Baden-Württemberg. Denn hier befinden sich (dem Namen entsprechend) die Weinbaugebiete Baden und Württemberg.

Die Badener Weinregion erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung im Westen des Bundeslandes. Das Württembergische Gebiet ist östlicher angesiedelt und reicht sogar (je nach Definition) noch leicht in Bayern hinein. Mit der Württemberger Weinstraße hat man sich hier ganz klar auf den Weinbau spezialisiert und daraus eine Attraktion für Weinlieber aus Deutschland, Europa und der Welt gemacht.

Weitere deutsche Weinbaugebiete:

  • Ahr
  • Franken
  • Mosel
  • Mittelrhein
  • Saale-Unstrut

Der Wein und der Weinbau haben in Deutschland eine lange Tradition. Mittlerweile wird der Anbau durch das EU-Weinrecht reguliert. Qualitätssicherung ist aber natürlich nicht nur rechtlich wichtig, sondern auch ein deutsches Gut.


Weinkauf: Darauf sollte man achten

 

Wein zu kaufen, bedeutet für viele Menschen, in den Supermarkt zu gehen und eine Flasche mit einem hübschen Etikett zu greifen. Das ist zwar legitim, verhindert aber, dass man die wirklich guten Weine mit einem tollen Preis-Leistungsverhältnis findet.

Grob kann gesagt werden, dass Weine für weniger als fünf Euro nicht viel hermachen. Im Preisgefüge zwischen fünf und zwölf Euro erhält man einen guten Wein, der schon etwas hochwertiger ist. Für Weine, die gelagert oder verschenkt werden sollen, beginnen die Preise bei 15 Euro aufwärts. Der Gelegenheitsgenießer ist damit bereits bedient. Weine für 50 Euro (und mehr) sind für Experten gedacht.

Ein Expertentipp ist allerdings für jeden wichtig: Weine sind für viele Menschen gedanklich mit Lagerung verbunden. Sie kaufen sich also Wein, um ihn nicht sofort zu trinken. Das ist natürlich auch typisch (kennt man es doch aus Film und Fernsehen), passt aber nicht zu jedem Wein. Speziell Weine aus dem Supermarkt oder Discounter sind nicht so hergestellt worden, dass sie lange haltbar sein sollen.

Das bedeutet, diese Weine werden mit der Zeit nicht besser. Im Gegenteil: Lagert man einen Wein, der nicht dafür geeignet ist, wird er nach einer Weile ungenießbar werden. Weine für die Lagerung sollten im Fachhandel gekauft werden, gegebenenfalls mit einer Beratung durch einen Experten.


Weinregionen weltweit

 

Da Menschen Wein noch immer ausreichend trinken, schenken und zum Kochen benutzen, besteht keine Gefahr, dass Weinregionen plötzlich nicht mehr relevant wären. Doch trotz großer Abnahmemengen muss man zugeben, dass Weinregionen durchaus miteinander konkurrieren.

Schaut man sich an, wer sich da mit Deutschland misst, dann sieht man, dass Wein überall auf der Welt zu finden ist. Da gibt es zum einen die Vorreiter aus Europa: Portugal, Frankreich, Spanien und Italien. In Südamerika sind es vor allem Chile und Argentinien, die für ihre Weine bekannt sind. Aber auch am anderen Ende der Welt, in Australien und Neuseeland, hat sich eine reiche Weinkultur gebildet.


 

Alexander Trisko