Warnlagebericht für Deutschland

Eventsausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Dienstag, 04.01.2022, 16:00 Uhr

Im Süden anfangs noch teils stürmisch, auf exponierten Gipfeln
Orkanböen. Im Mittelgebirgsraum langsam abklingender Dauerregen, in
der kommenden Nacht allmählicher Übergang in Schnee.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden
bis Mittwoch, 05.01.2022, 16:00 Uhr:

In der kräftigen Westströmung ist eine Warmfrontwelle eingelagert,
die die Südhälfte überquert und zu teils ergiebigen Regenfällen
führt. Dabei ist zunächst noch milde Atlantikluft vorherrschend. Ab
der kommenden Nacht gelangt dann von Nordwesten her maritime
Polarluft ins Vorhersagegebiet.

WIND:
Am Abend und in der Nacht zum Mittwoch im Süden allmählich
nachlassender Wind. Dabei aber zeitweise noch steife Böen (Bft 7), im
Bergland stürmische Böen oder Sturmböen (Bft 8-9), exponiert schwere
Sturmböen (Bft 10).
Später von der Nordsee her langsam ins Binnenland und auch auf die
Ostseeküste ausgreifend auffrischender Südwest- bis Westwind mit
steifen bis stürmischen Böen (Bft 7-8), morgens über der offenen
Nordsee und im Bereich der Ostfriesischen Inseln auch Sturmböen (Bft
9).

Am Mittwoch im Süden mit Kaltfrontpassage am Vormittag vorübergehend
nochmals auffrischender Nordwestwind mit Böen Bft 7, auf den Bergen
Bft 8 bis 10.
Im Norden und in der Mitte im Tagesverlauf verbreitet steife, in
freien Lagen und in Schauernähe stürmische Böen aus West bis Südwest.
An der Nordsee und im höheren Bergland Sturmböen. Auf dem Brocken
vorübergehend orkanartige Böen. Zum Abend hin abnehmender Wind.

GEWITTER:
In der Nacht zum Mittwoch an der Nordsee vereinzelt Gewitter mit
stürmischen Böen bzw. Sturmböen.
Am Mittwoch auch über der Norddeutschen Tiefebene geringes
Gewitterrisiko.

DAUERREGEN (Unwetter):
In der Südhälfte verbreitet Regen, bis in die Nacht zum Mittwoch
anhaltend. Dabei im Saarland und in Teilen von Rheinland-Pfalz sowie
in den Staulagen der süd- und südwestdeutschen deutschen
Mittelgebirge sowie im Oberallgäu meist Regenmengen von 30 bis 50
l/qm innerhalb von 18 bis 24 Stunden.
In einigen Staulagen auch mehr, Unwetter mit Mengen bis 70 l/qm vor
allem in den Staulagen des Nordschwarzwaldes.

FROST/GLÄTTE/SCHNEE:
In der Nacht zum Mittwoch im Bergland leichter Frost bis -3 Grad und
zunehmend Schneefall, an den Alpen morgens auch kräftig. Dort bis
Mittwochmittag 2 bis 5, in Staulagen des Oberallgäus und
Berchtesgadener Landes 10 bis 20 cm Neuschnee.
Sonst im Bergland oberhalb etwa 600 Meter meist nur wenige Zentimeter
Neuschnee und Glätte durch überfrierende Nässe oder geringen
Schneefall.

Am Mittwoch an den Alpen bis zum frühen Nachmittag weitere,
allmählich nachlassende Schneefälle mit wenigen, in Staulagen
nochmals bis nahe 10 cm Neuschnee. Sonst im Bergland einzelne
Schneeschauer, aber nur wenige Zentimeter Neuschnee. In den
Niederungen höchstens kurzzeitig Glätte durch Graupel- oder
Schneematsch.

Nächste Aktualisierung: spätestens Dienstag, 04.01.2022, 21:00 Uhr
Mehr Informationen zur Unwetterlage in Ihrer Umgebung finden Sie auf der Seite des Deutschen Wetterdienstes.
Nächste Aktualisierung: spätestens Dienstag, 04.01.2022, 21:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Jens Winninghoff /
Robert Hausen

Manuela Hennig